Ein kurzer Rückblick auf die Geschichte des ferngesteuerten Laser
Olympic Class Laser Dingy Designer Bruce Kirby an den „Hebeln“ seines ferngesteuerten Lasers (USA Nationale Meisterschaft 2001 von Nigel Seary)
Wie alles begann
Die Geschichte des Laser begann mit einem Gespräch zwischen Ian BRUCE, einem Industriedesigner, und Bruce KIRBY, das zu einem revolutionären neuen Dinghy führen sollte.
Die Idee war, ein vollwertiges Segelboot zu konstruieren, das man auch auf dem Autodach transportieren kann. Dieses Projekt entwickelte sich zu dem was wir alle als die Olympische Laser Klasse kennen, eine, wenn nicht die verbreiteteste Bootsklasse (derzeit weltweit ca. 180.000 Boote), überhaupt.
Der ferngesteuerte Laser wird „geboren“
Später so um 1990 begann Bruce KIRBY zusammen mit Jon ELMALEH mit dem Design für eine ferngesteuerte Version des Laser im Maßstab 1 zu 4. Jon gehört zu den ganz „Großen“ im Bereich des segelns mit ferngesteuerten Segelbooten, er gewann um die 30 nationale Meisterschaften und konstruierte zahlreiche siegreiche Bootsdesigns. Durch diese Zusammenarbeit enstand ein perfektes ferngesteuertes Segelboot. Im Gegensatz zu seinem „großer Bruder“ braucht man bei der 1,04m langen Version keinen Dachträger oder Anhänger und schon gar keine Schwimmweste, Taucheranzug oder Trockenanzug um segeln zu gehen. Der ferngesteuerte Laser ist extrem einfach konzipiert, raus aus der Tasche und in weniger als 4 Minuten segelfertig!
Segelfertig geliefert
Man braucht sich überhaupt keine Gedanken über Epoxy- Kleber, Glasfiebermatten, Salinge, Wanten oder Segeldesign machen. Das einzige, das man braucht sind ein halber Meter Wassertiefe, Wind und der Wunsch segeln zu gehen. Klicke einfach den Kiel und das Ruderblatt in den Rumpf ein (ohne Schrauben!), stülpe das Segel über den Mast, stecke den Großbaum in den Lümmelbeschlag am Mast, befestige das Schothorn am Großbaum, stecke den drehbaren Mast in den Mastfuß, fixiere die Großschot am Großbaum, gib die Batterien hinein und los geht’s!
Ungewöhnliches Design des Lümmelbeschlags
Ein sehr interessantes Detail ist der fixe Lümmelbeschlag. Er ist denen, die bei den „swing rigs“ in einigen Klassen verwendet werden, nicht unähnlich. Was aber wenig bekannt ist, dass das Konzept des starren Lümmelbeschlages auch schon für den „normalen“ Laser geplant war, aber aus produktionstechnischen Gründen nicht verwirklicht werden konnte.
Alles passt in die Tasche
Für die, die es wirklich einfach haben wollen, gibt es eine gepolsterte Tasche, in die wirklich alles hineinpasst, was man für den ferngesteuerten Laser braucht: Rumpf, Kiel, Ruder, Mast, Großbaum, Segel (es gibt drei verschiedene Größen) und auch die Fernsteuerung.
